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Nur das menschliche Gehirn kann „Big Data“ interpretieren

September 24, 2012
In Zukunft wird die Abhängigkeit der Business Intelligence von der Synergie zwischen Mensch und Computer weiter zunehmen. Das ist die Überzeugung von TARGIT's CTO, Morten Middelfart.

"Während man bisher meist Daten analysierte, die man besaß oder zumindest kontrollierte, wird man es in Zukunft zunehmend mit Daten zu tun haben, über die man keine Kontrolle hat. Zum Beispiel mit den Daten, die Sie über das Internet erhalten", erklärt der CTO im Hinblick auf das Konzept der "Big Data".

"Big Data" - und kein Ende des Wachstums
"Big Data" steht für Werkzeuge und Prozesse, die wir bereitstellen, um große Datenmengen zu verwalten und zu verwenden. Die Grenzen der eingesetzten Technologien werden erweitert, sobald sich die Datenmenge vergrößert. Das renommierte Analyseinstitut Forrester charakterisiert "Big Data" als "Techniken und Technologien, die das Verwalten von Daten äußerst kostengünstig machen." Weiterhin betont Forrester, dass "'Big Data' nicht wie Ihr herkömmliches BI Werkzeug ist: Es erfordert neue Prozesse und wird Ihren Zugang zu Daten-Governance vollkommen neu definieren."

"Heutzutage kennt sich der Business-Intelligence-Anwender mit herkömmlicher BI sehr gut aus. Dabei geht es nicht um die Qualität der Daten - die ist inzwischen kein Problem mehr", stellt Morten Middelfart fest. "Große Datenmengen machen einen vollkommen anderen Zugang erforderlich. Einen Zugang, der seinen Ausgangspunkt in der TARGIT-Produktphilosophie hat und der bei der Entwicklung unserer BI-Software konsequent verfolgt wird: der Synergie zwischen Mensch und Computer. Wenn es darum geht, Muster zu verstehen und zu interpretieren, ist unser Gehirn phänomenal. Es kann aber nur kleine Datenmengen aufnehmen und verwalten. Im Gegensatz dazu kann ein Computer große Datenmengen verwalten und darstellen. Da man vor allem im Hinblick auf 'Big Data' kaum in der Lage ist, einen umfassenden Überblick über die Daten zu erhalten, ist der menschliche Faktor äußerst wichtig. Man benötigen den gesunden Menschenverstand, um einzuschätzen, welche der vorhandenen Daten zu diesem Zeitpunkt wichtig sind und wie es um die Qualität dieser Daten und der in ihnen enthaltenen Informationen steht."

Wenn Morten Middelfart von "Big Data" spricht, meint er damit polystrukturierte Daten: "Das Internet quillt buchstäblich über von unstrukturierten 'Big Data', während ein Computer, der automatisch GPS-Daten sendet, gleichzeitig 'Big Data'in strukturierter Form bereitstellt.

Managemententscheidungen auf der Basis von 'Big Data' betreffen die Verwaltung eines gewaltigen Stroms schneller Daten. Und das wird sowohl das Gehirn als auch den Computer auf eine völlig neue Art und Weise fordern."

Bei Business Intelligence geht es um Management
Mit der Bereitstellung eines Business-Intelligence-Werkzeugs können die Computer den Mitarbeiter dabei unterstützen, sich einen Überblick über die Performance der Organisation zu verschaffen. Und was noch wichtiger ist: Unter dem Aspekt der Synergie ist der Computer in der Lage, die Mitarbeiter über Herausforderungen, Probleme oder Handlungsmöglichkeiten zu informieren. Es ist Aufgabe des einzelnen Angestellten, darüber zu entscheiden, wie diese Benachrichtigen verwendet werden sollen. Der Grundgedanke ist, dass der Computer die einfachen Daten überwacht und es uns überlässt, unsere menschlichen Fähigkeiten in Situationen einzubringen, in denen Interpretationen und Entscheidungen komplexer sind.

"Unser Produkt bietet Agenten an, die in der Lage sind, verschiedene Entwicklungen zu beobachten. Auf diese Weise überwacht die Software die Handlungen der Organisation, wobei sie den Angestellten mehr Zeit lässt, sich darauf zu fokussieren, die Organisation in die richtige Richtung zu führen ", betont der CTO von TARGIT. "Es bedeutet ebenfalls, dass die Beschäftigten mehr Zeit haben, um sich gezielt mit 'Big Data' zu befassen - Daten, die meist nicht dem Einfluss und der Kontrolle Ihres Unternehmens unterliegen. Das ist der Grund, weshalb der Einsatz anderer Techniken, die 'Big Data' für Geschäftszwecke nutzbar machen können, eine wichtige Rolle spielt. Sie müssen Fragmente, Trends und die Qualität der Informationen dynamisch erfassen, um das Verhalten zu verstehen, das sich der Kontrolle Ihrer Organisation entzieht."

Morten Middelfart zufolge handelt es sich bei "Big Data" eher um eine Managementauffassung als um eine Technologie. "Man ist nur selten in der Lage, die Daten vollständig zu kontrollieren oder zu analysieren. Als Führungsperson müssen Sie Prioritäten setzen und entscheiden, was in der Menge der 'Big Data' für Sie von Interesse ist. Daher wird die Synergie zwischen Mensch und Computer für unseren zukünftigen Erfolg sogar noch wichtiger werden", stellt der CTO abschließend fest.


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